In der Krise müssen wir kämpfen! Am 1. Mai gemeinsam auf die Straße!

Einladung zum Vorbereitungstreffen am 17. März

Dienstag, 17. März | 19.00 Uhr | Linkes Zentrum Lilo Herrmann (Böblinger Str. 105, 70199 Stuttgart)

Krise. Jahrelang wurde gefeiert wie gut Deutschland die letzte Krise überstanden hat. Jetzt scheint sie wieder da zu sein. Und bevor sie richtig angekommen ist, werden überall Schreckensmeldungen verbreitet; zigtausend Entlassungen wurden in den letzten Monaten in der Region Stuttgart angekündigt. Bosch, Daimler, Mahle und viele kleinere Unternehmen, wie WMF in Geislingen, sind dabei. Und schon hören wir Politiker erzählen: „Auf jeden Aufschwung, folgt halt auch wieder ein Abschwung“. So sei das halt im Leben, da könne man nichts machen. Wir hätten ja auch alle schön von 10 Jahren Aufschwung profitiert. Alle? Von welchem Aufschwung? Wer hat die satten Profite denn eingestrichen, etwa alle gleichermaßen? Ein paar Prozent Lohnerhöhungen die es in manchen Branchen für die Stammbelegschaften gab, stehen Milliardengewinnen für die Großaktionäre gegenüber. Und welchen Aufschwung gab es für die immer zahlreicheren prekär Beschäftigten? Sind Kuriere und PaketbotInnen etwa reich geworden? Einen Aufschwung gab’s da nur bei der Arbeitsbelastung. Oder LeiharbeiterInnen, die jetzt als erste gefeuert werden, wie viel konnten sie auf die hohe Kante legen? Gab´s in den Krankenhäusern vielleicht einen Aufschwung? Ja sicher, bei der Personalnot und Überlastungsanzeigen der KollegInnen! Aber was ist mit dem öffentlichen Dienst, da gab es doch ein paar Verbesserungen in den letzten Jahren?! Sicher, aber erstens wurden auch die erkämpft und zweitens werden die Arbeitgeber versuchen das Krisenszenario zu nutzen, den Druck in der kommenden Tarifrunde zu erhöhen!

Was also tun? Uns wird gesagt, „wir sitzen alle im gleichen Boot“. Ist es richtig deshalb jetzt zurückzustecken und auf Kämpfe zu verzichten, um so viele Arbeitsplätze wie möglich zu sichern? Wir sagen, gerade in der Krise müssen wir kämpfen um die schlimmsten Verwüstungen zu verhindern! Wir saßen nicht im gleichen Boot als die Gewinne noch sprudelten und sitzen jetzt auch in ganz anderen Kähnen!

Wir wollen, dass der erste Mai in Stuttgart ein Zeichen dafür wird, dass wir uns von den Krisendrohungen der Kapitalisten nicht einschüchtern lassen. Dass wir uns nicht spalten lassen, in Stammbelegschaften und LeiharbeiterInnen, nicht daran ob wir bei Daimler oder im Krankenhaus arbeiten. Bei Großkonzernen, als Fahrradkurier oder in der Kita. Nicht in Männer und Frauen, und nicht in Deutsche oder MigrantInnen. Denn wir alle haben gemeinsame Interessen: Ein solidarisches Leben, ohne Arbeitshetze und ständige Geldsorgen, in einer Umwelt, die wir unseren Kindern guten Gewissens übergeben können. Interessen, die im Kapitalismus zunehmend nicht mehr befriedigt werden können.

Um so einen kämpferischen 1. Mai vorzubereiten und den Kontakt mit KollegInnen aus anderen Betrieben und Branchen zu intensivieren, müssen wir erst mal zusammenkommen. Damit der 1.Mai der Beginn einer kämpferischen Antwort von unten auf die Krise wird! Ein weiteres ganz konkretes Projekt was wir gerne organisieren würden ist eine Konferenz, in der all die oben genannten Akteure von ihren Kämpfen berichten.

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